Das Smartphone steuert den Haushalt, kostenloses Internet für alle und Plakate mit Gesichtserkennung?

OMD-Befragung zeigt, wie sich die Deutschen ihre mediale Zukunft vorstellen / Smart Empowerment als Megatrend identifiziert

Sind Plakate à la Minority Report, deutschlandweites kostenloses Internet oder nur eine Fernbedienung zur Steuerung aller technischen Geräte im Haushalt für die Deutschen realistische Zukunftsszenarien? Eine repräsentative Befragung der Mediaagentur OMD hat ergeben, dass viele sich vor allem Zukunftsszenarien vorstellen können, die ihr Leben vereinfachen oder ihnen den Zugang zu Informationen erleichtern. So gehen 69% der OMD-Studienteilnehmer davon aus, dass 2020 oder früher eine Steuerung aller technischen Geräte im Haushalt mit nur einer Fernbedienung möglich sein wird. 68% nehmen an, dass der Internetzugang über einen PC oder Laptop aufgrund der interaktiven Funktionen des Fernsehens spätestens 2020 überflüssig wird - fast ein Viertel der Befragten kann sich diese Entwicklung sogar bereits in den nächsten drei Jahren vorstellen. Neben der Verringerung der Geräteanzahl sind die Befragten davon überzeugt, dass sich eine simple und bequeme Bedienung der verbleibenden Devices durchsetzen wird: So geht mehr als die Hälfte davon aus, dass bis 2020 das Surfen im Internet nicht mehr durch Tastaturen, sondern durch Spracheerkennung gesteuert wird.

Ein Zukunftsszenario, das sich die Studienteilnehmer explizit wünschen, ist ein kostenfreies und flächendeckendes Internetangebot in Deutschland (38%). Rund die Hälfte der Befragten befürchtet allerdings, dass diese Option nie zur Verfügung stehen wird. Ein erstaunlich großer Teil der Befragten (61%) kann sich sogar technisch aufwändige Produkte wie eine elektronische Zeitungsausgabe, die klein, leicht und faltbar ist, bis spätestens 2020 vorstellen. Technische Neuerungen ohne direkt erkennbaren Mehrwert in der täglichen Nutzung werden hingegen eher skeptisch bewertet: Die Aussicht auf Plakate, die den Konsumenten beim Vorbeigehen erkennen und ihr Werbeangebot individuell auf den Passanten anpassen, empfinden viele als befremdlich - lediglich 6% würden sich eine solche Werbeform wünschen. Dass dies bis 2020 möglich sein wird, halten aber immerhin fast 30% für wahrscheinlich.

„Die Ergebnisse unserer Befragung zeigen, dass vor allem Neuerungen, die einen Mehrwert hinsichtlich Bedienungs- und Benutzerfreundlichkeit bieten, von den Befragten als zukunftsweisend erachtet werden. Dieser Trend ist für sie bereits heute klar erkennbar, beispielsweise daran, dass die hochkomplexe Digital-Technologie vor allem im Smartphone oder Tablet-Bereich immer zugänglicher wird“, kommentiert Eva-Maria Schlierf, Projektverantwortliche für die media map bei OMD. Peter Kuhlmann, Initiator der Studie und COO der Omnicom Media Group Germany, ergänzt: „Wir bezeichnen dieses Phänomen als ,Smart Empowerment‘ und sehen darin einen wesentlichen Megatrend für die Zukunft: Der Nutzer kann frei entscheiden, zu welchem Zeitpunkt er welche Informationen oder Markenbotschaften rezipieren möchte, er kann mit diesen Botschaften interagieren, er kann sogar ganz einfach selbst zum Erzeuger von Content werden. Alle Entwicklungen in diese Richtung werden beschleunigt und getrieben werden von dem Wunsch nach Convenience im Umgang mit Technik, die vom Konsumenten dann gar nicht mehr als solche wahrgenommen wird.“

Zum Hintergrund der Befragung
Um das künftige Mediennutzungsverhalten der Deutschen zu analysieren und zu bewerten, hat die Mediaagentur OMD in Zusammenarbeit mit der hauseigenen Forschungsabteilung BrandScience und der Trend Research Gesellschaft für Markt- und Kommunikationsforschung, Hamburg, mehrere Online-Befragungen unter 1.037 Personen durchgeführt. Die Teilnehmer der vorliegenden Befragung wurden gebeten, verschiedene Zukunftsszenarien nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit in Jahren zu clustern und darüber hinaus anzugeben, ob sie sich dieses Szenario explizit wünschen.

Die Befragungen fanden im Rahmen der Recherchen für die  OMD-Zukunftsstudie „media map 2015-2020“ statt. Die ganzheitliche Studie zeigt auf Basis von Konsumentenbefragungen, Datenanalysen, Experteninterviews sowie eines umfangreichen Trendmonitorings die zukünftige Entwicklung von Medienkonsum und Werbemarkt auf und bietet Werbetreibenden, u.a. durch  konkrete Handlungsempfehlungen, eine Art Navigationssystem für ihre Kommunikationsfragestellungen. Die „OMD media map 2015-2020“ ist ab Ende September gegen eine Schutzgebühr von Euro 1.500 über die Website www.media-map-meinung.de erhältlich.

Über OMD media map 2015-2020
Zentrale Entwicklungen in Technologie und Gesellschaft stellen die Kommunikations- und Medienbranche vor große Herausforderungen. Der technische Fortschritt, allem voran die Digitalisierung, wird die Medienlandschaft und deren Spielregeln von Grund auf reformieren. Auf Basis dieser Veränderungen hat die OMD mit der media map 2015-2020 eine ganzheitliche Studie vorgelegt, die die Konsequenzen für die werbliche Kommunikation von morgen darlegt.

Von Zukunftstrends, über den Medienkonsumenten und seine Mediennutzung hin zum Netto-Werbemarkt und konkreten Handlungsempfehlungen für Werbungtreibende leistet die OMD media map 2015-2020 einen relevanten Beitrag für den deutschen Werbemarkt.

1.037 Konsumenten im Alter zwischen 14 und 65 Jahren wurden im Rahmen der Studie zu ihrer derzeitigen und künftigen Mediennutzung befragt. Über 45 Experteninterviews mit Fachleuten aus allen Mediengattungen sowie aus der Marketing- und Werbebranche ergänzen die repräsentative Erhebung. Als weitere Quelle dienten Erkenntnisse des Mediatrendscoutings der OMD Germany sowie anerkannter Markt- und Mediastudien.

Auf dem Blog www.media-map-meinung.de finden sich Artikel und Kommentare zu aktuellen Medien- und Mediathemen.

Über OMD
OMD ist eine der wachstumsstärksten Agenturen unter den Top Mediaagenturen im deutschen Markt (Quelle: RECMA) und belegt im aktuellen RECMA-Ranking den zweiten Platz. Seit Beginn der Erhebungen kann die Agentur ein kontinuierliches Wachstum, in der Regel weit über Marktdurchschnitt, verzeichnen. OMD Germany betreibt fünf Niederlassungen in vier Städten und beschäftigt über 600 Mitarbeiter. Zu OMD Germany gehören: OMD Düsseldorf und Media Team OMD (beide Düsseldorf), GFMO OMD (Hamburg), OMD Berlin (Berlin) sowie Heye OMD (München).

Die Agenturgruppe ist Teil von OMD Worldwide (www.omd.com), einem der weltweit größten Mediaagenturnetworks mit 130 Büros in 86 Ländern und über 8.500 Angestellten. Weltweit ist OMD beim renommierten „Gunn Report for Media“ von 2004 bis zur aktuellsten Beurteilung jedes Mal zum kreativsten Medianetwork gewählt worden. Das M&M Magazine hat OMD 2010 als „Best Digitally Integrated Network“ ausgezeichnet. OMD ist Teil der Omnicom Media Group.
www.omdgermany.de

Für weitergehende Informationen kontaktieren Sie bitte:
Ann-Sophie Altmeier, Omnicom Media Group Germany
Head of Public Relations
Tel.: 0211-38807-521
E-Mail: ann-sophie.altmeieromnicommediagroup.com